Grundüberlegung

Anlagenbau im 1. MCA

Die Grundfrage: Modul- oder Segmentanlage?

Modul- und Segmentanlagen unterscheiden sich in der Möglichkeit der Kombination der verschiedenen Anlagenteile.

Unter Modulen versteht man Anlagenteile, die mehr oder minder frei kombinierbar sind. Dazu müssen aber Standards festgelegt werden, nach denen unter anderem die Übergänge zwischen den Module ausgestaltet werden müssen.
Neben der freien Kombinierbarkeit besteht der grosse Vorteil des Modulkonzeptes darin, dass verschiedene Module unabhängig voneinander an unterschiedlichen Orten von unterschiedlichen Leuten gebaut werden können.
Der grösste Nachteil ist, dass durch die räumliche Trennung der Baumassnahmen die Module nur dann zu 100% zusammenpassen, wenn alles bis ins Kleinste geregelt ist. Dazu gehört nicht nur der Übergang zwischen den Modulen, sondern z.B. auch die Verwendung der exakt selben Materialien und Farbtöne.
Modulanlagen können leicht langweilig wirken, da durch den immer konstant einzuhaltenden Modulübergang die gestalterische Möglichkeit auf dem Modul doch beschränkt wird.

Im Gegensatz dazu steht die Segmentanlage, die sich die Vorteile der Modulanlage zunutze macht, aber trotzdem die Wirkung einer stationären Anlage erreichen kann.
Als Segment bezeichnet man ein Anlagenteil, das nicht frei kombinierbar, aber aufgrund seiner Grösse transportabel ist. Segmentanlagen sind somit gleichsam stationäre Anlagen, die in transportfähige Einheiten unterteilt sind.

Wir haben uns für den Bau einer Segmentanlage entschlossen, da …

  • … wir die Anlage zusammen und nicht getrennt voneinander bauen wollen.
  • … uns die Grosszügigkeit einer Modellbahn ohne Einschränkung durch normierte Übergänge wichtig ist.
  • … unsere Segmente „aus einem Guss“ sein sollen.
  • … wir (noch) keinen, dauernd und langfristig nur für uns zur Verfügung stehenden Raum haben.
  • … wir uns – was gerade in den Anfangsjahren eines jungen Vereins wichtig ist – die unter Umständen entscheidende, örtliche Flexibilität nehmen würden.
  • … wir mit einigen, wenigen Segmenten beginnen wollen. Da die finanziellen Mittel begrenzt sind, reicht zum Anfang auch ein kleinerer Raum zum Bau. Später kann der Raum mit der Grösse unserer Anlage und unseres Vereins wachsen. Dazu müssen wir aber auch umziehen können.
  • … wir ab einem bestimmten Zeitpunkt mit unserer Segmentanlage auf Reisen gehen und sie bei Modellbahn- und anderen Ausstellungen einer Öffentlichkeit präsentieren wollen.

Maximale Grösse eines Segmentes

Ein wichtiges Kriterium, schon bei der Planung unserer Anlage ist die maximale Grösse eines Segmentes.

Einerseits soll das Segment möglichst lang sein, um die Anzahl der Übergänge so gering wie möglich zu halten. Jeder Segment-Übergang stellt durch die Notwendigkeit der mechanischen Verbindung zusätzliches Gewicht dar. Zudem ist gerade bei der Fahrleitung und beim Gleisbau ein Segmentübergang eine besonders kritische Stelle, die vorzugsweise zu verhindern ist.
Anderseits muss ein Segment aber auch noch transportierbar bleiben. Dazu sind die äusseren Abmessungen und das Gewicht besonders zu betrachten.

Rahmenbau unserer Segmente

Üblicherweise werden die Rahmen in Holz ausgeführt, wobei aus Gründen der Stabilität mehrfach verleimte Multiplex-Platten zum Einsatz kommen. Rahmenkonstruktionen aus Metall sind sehr selten auzutreffen; nicht unbedingt ein Zeichen für die Brauchbarkeit dieser Bauart!

Besonders riskant ist in diesem Fall die Kombination der unterschiedlichen Wärme- und Feuchtigkeits-Ausdehnungen von Metallrahmen und Holzaufbauten wie z.B. den hölzernen Trassenbrettern für die Schienen aus Metall. Die Möglichkeiten, diese unterschiedlichen Ausdehnungen durch die Wahl der adäquaten Konstruktion zu beherrschen, untersuchen wir nicht, denn das verursacht einen unverhältnismässig hohen Aufwand und kostet unnötig Zeit.

Zudem haben wir schon Anzeichen von anderen Modellbauern erhalten, dass ein Rahmen z.B. aus Alu schlechter als einer aus Holz ist. Es wäre überheblich, den Rat erfahrener Rahmenbauer zu missachten!

Vielleicht versuchen wir später einmal, einen Rahmen aus Metall zu bauen. Aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben!

Fortsetzung folgt…